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<title>Medienmanipulation</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Medienmanipulation</span></h1>
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</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p>Der Ausdruck <b>Medienmanipulation</b> wird in zweierlei Weise verwendet:
</p>
<ul><li>Meist wird er verwendet, um eine tatsächliche oder vermeintliche <a href="Manipulation" title="Manipulation">Manipulation</a> der öffentlichen Meinung durch die Medien zu bezeichnen.</li>
<li>Ebenfalls Verwendung findet der Begriff, um eine Manipulation der Medien mit dem Ziel einer bestimmten Veröffentlichung zu beschreiben. Abgrenzung: Sofern dies nicht als Manipulation, sondern als Information transparent und den journalistischen Handwerksregeln gemäß erfolgt, spricht man von <a href="Pressearbeit" class="mw-redirect" title="Pressearbeit">Pressearbeit</a> oder <a href="Medienarbeit" title="Medienarbeit">Medienarbeit</a>.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Manipulation_durch_die_Medien">Manipulation durch die Medien</h2></div>
<p>Manipulation durch die Medien bezeichnet eine einseitige, tendenziöse und/oder verzerrte Darstellung von Fakten und Geschehnissen in den <a href="Massenmedien" title="Massenmedien">Massenmedien</a>. Diese Manipulation kann erfolgen durch Personengruppen, die i. d. R. berufsmäßig Informationen verbreiten, z. B. durch <a href="Journalist" title="Journalist">Journalisten</a>, Fotografen, Dokumentatoren oder Nachrichtenproduzenten, zunehmend auch durch nicht-professionelle Autoren und Bildschaffende über vielgelesene Websites (Twitter, <a href="Soziales_Netzwerk_(Internet)" title="Soziales Netzwerk (Internet)">Soziale Netzwerke</a>, Wikipedia usw.). Die Manipulation erfolgt bereits durch eine einseitige Vorauswahl eines Themas, dann durch seine Platzierung und schließlich durch die Art der Berichterstattung. Dadurch entsteht eine verzerrte <a href="Wahrnehmung" title="Wahrnehmung">Wahrnehmung</a> beim <a href="Rezipienten" class="mw-redirect" title="Rezipienten">Rezipienten</a>. Die Medienmanipulation wird abgegrenzt von der <a href="F%C3%A4lschung" title="Fälschung">Fälschung</a>, also zum Beispiel der nachträglichen Manipulation von Fotografien oder Videos oder dem Erfinden von <a href="Interview" title="Interview">Interviews</a>.
</p><p>Die Forderung nach <a href="Objektivit%C3%A4t" title="Objektivität">Objektivität</a>, als neutraler und unabhängiger Standpunkt, der Medien stößt naturgemäß und teils unbeabsichtigt an Grenzen. Es ist (journalistisch) nicht möglich, über alle vorhandenen Geschehnisse zu berichten; eine zusammenhängende Darstellung geht zwangsläufig einher mit einer Vorauswahl der Fakten (nach z. B. Newton, 1989). Ein Manipulationsvorwurf kann deswegen, neben berechtigter Kritik, auch den Charakter eines Kampfbegriffs beinhalten. Eine gewisse „Manipulation“ ist schon aus formalen Gründen schwer vermeidbar.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Beispiele">Beispiele</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Techniken_der_Propaganda_und_Meinungsmanipulation" class="mw-redirect" title="Techniken der Propaganda und Meinungsmanipulation">Techniken der Propaganda und Meinungsmanipulation</a></i></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Selektion">Selektion</h4></div>
<p>Ein grundsätzliches Element jeder Berichterstattung ist die Selektion von Informationen durch die Redaktion. Steffens sagt dazu: „Über 99 % aller <a href="Nachrichten" title="Nachrichten">Nachrichten</a> (…) gelangen nie vor das Auge des Lesers, weil sie als zu unbedeutend, zu fragmentarisch, zu polemisch oder – nach den jeweils herrschenden Vorstellungen – zu unsittlich aussortiert werden.“<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Journalisten können unmöglich über alle erhältlichen Informationen und Nachrichten schreiben und gleichzeitig über ausgewählte Fakten in zusammenhängender Weise berichten – dies ist eine praktische Grenze der Neutralität der Medien: Eine Beschränkung und Ausrichtung ist unumgänglich. Welche Nachrichten es wert sind, gedruckt zu werden, entscheidet sich auch an der Auswahl anderer Journalisten und Autoren. Ein Vorgang, über den berichtet wird, ist allein deshalb berichtenswerter, weil über ihn an anderer Stelle berichtet wird. Dazu <a href="Niklas_Luhmann" title="Niklas Luhmann">Niklas Luhmann</a>: „Kommunikation ist ein Prozess, der auf Selektionen selektiv reagiert, also Selektivität verstärkt.“<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Selektion führe gemäß Schulz zu einer „Norm der Realität“, denn die Frage nach einem „wahren Bild“ der Realität sei eine metaphysische und nicht zu beantworten.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Durch Selektion von Informationen in den Medien kann bei Rezipienten leicht ein als Manipulation empfundenes Zerrbild entstehen. Selbst wenn die einzelnen Meldungen den Tatsachen entsprechen, kann die Masse die Wirkung einer <a href="Desinformation" title="Desinformation">Desinformation</a> erzielen.
</p><p><a href="G%C3%BCnter_Wallraff" title="Günter Wallraff">Günter Wallraff</a> beschreibt hingegen in seinem Buch „Der Aufmacher“ die von ihm wahrgenommenen Manipulationen der <a href="Bild-Zeitung" class="mw-redirect" title="Bild-Zeitung">Bild-Zeitung</a> als das „Bild-System“.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
Gezielte Manipulation durch bewusste einseitige Berichterstattung widerspricht den Grundsätzen unabhängiger journalistischer Berichterstattung und journalistischer <a href="Ethik" title="Ethik">Ethik</a> sowie den Regeln des <a href="Deutscher_Presserat" title="Deutscher Presserat">Deutschen Presserates</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Gewichtung_der_Informationen">Gewichtung der Informationen</h4></div>
<p>Eine weitere Herausforderung für Journalisten liegt in der Gewichtung, die sie unterschiedlichen Positionen und Argumenten beimessen. So mussten alle relevanten Positionen und Argumente aufgezeigt sowie durch eine Gewichtung verdeutlicht werden, dass die Argumente unterschiedliche <a href="Relevanz" title="Relevanz">Relevanz</a> und <a href="Seriosit%C3%A4t" class="mw-redirect" title="Seriosität">Seriosität</a> haben. Gelingt das nicht, so spricht man von <i>tendenziöser Berichterstattung.</i>
</p><p>Darunter versteht man eine verzerrte oder falsch gewichtete Darstellung von Fakten, was gegen die journalistische Ethik verstößt. Das Ziel und der Schweregrad nicht-objektiver Berichterstattung werden in vielen Ländern kontrovers diskutiert, da sie sowohl praktische als auch theoretische Ursachen haben und Wirkung präjudizieren. Allerdings stellt zum Beispiel der Schweizer Presserat fest: „Aus der ‚Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten‘ kann keine berufsethische Pflicht zu objektiver Berichterstattung abgeleitet werden. Deshalb ist auch eine einseitige, parteiergreifende Berichterstattung zulässig.“
</p><p>Einzelne Zeitungen oder Sender vertreten bewusst bestimmte Positionen. So versteht sich beispielsweise die <a href="Frankfurter_Rundschau" title="Frankfurter Rundschau">Frankfurter Rundschau</a> als <a href="Linksliberalismus" title="Linksliberalismus">linksliberal</a>. Die entsprechende <a href="Tendenz" title="Tendenz">Tendenz</a> („Färbung“) der Berichterstattung ist keine Manipulation, sondern ein Ausdruck der <a href="Meinungsfreiheit" title="Meinungsfreiheit">Meinungsfreiheit</a> der Redaktion oder des Verlags (siehe auch <a href="Tendenzschutz" title="Tendenzschutz">Tendenzschutz</a>).
</p><p>Die Gewichtung von Information kann ebenfalls ein (subtiles und damit wirksames) Instrument der Manipulation sein. Durch hohe Selektion kann zum Beispiel die Position eines „Gegners“ für ein <a href="Strohmann-Argument" title="Strohmann-Argument">Strohmann-Argument</a> oder für eine „<a href="D%C3%A4mon" title="Dämon">Dämonisierung</a>“ verzerrt werden. Auch kann von bedeutenden Ereignissen abgelenkt werden, indem über andere Themen ausführlicher berichtet bzw. ihre Bedeutung übertrieben wird.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Die_Rolle_der_Sprache">Die Rolle der Sprache</h4></div>
<p>Der Gebrauch eines Wortes mit positivem bzw. negativem Beigeschmack (<a href="Meliorativ" class="mw-redirect" title="Meliorativ">meliorativ</a> bzw. <a href="Pejorativ" class="mw-redirect" title="Pejorativ">pejorativ</a>) an Stelle seines neutralen Synonyms ist geeignet, den Leser zu beeinflussen. Sind Themen strittig, so zeigt sich dies meist auch darin, dass die Parteien gleiche Sachverhalte mit unterschiedlichen Begriffen bezeichnen (zum Beispiel „<a href="Flucht" title="Flucht">Flucht</a> und <a href="Vertreibung" title="Vertreibung">Vertreibung</a>“ (in Deutschland übliche Wortwahl) und „<a href="Umsiedlung" class="mw-redirect" title="Umsiedlung">Umsiedlung</a>“ (in Polen übliche Wortwahl)). Auch hier wird die Verwendung der Begrifflichkeit einer Partei leicht als parteilich oder manipulativ wahrgenommen.
</p>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Sprachmanipulation" title="Sprachmanipulation">Sprachmanipulation</a></div>
<p>Ein Problem stellen <a href="%C3%9Cbersetzung_(Linguistik)" title="Übersetzung (Linguistik)">Übersetzungen</a> aus anderen Sprachen dar. Hier hat der Übersetzer Gelegenheit zur Manipulation, indem er nicht wortwörtlich und originalgetreu übersetzt.
</p><p>Die Sprache kann auch als politischer Faktor in den Massenmedien auftreten, besonders in den Fällen, wo eine Gesellschaft durch eine Sprachenvielfalt gekennzeichnet wird. Die Wahl der Sprache in den Massenmedien kann am ehesten eine Manipulation im Sinne jener Gruppe darstellen, die diese Sprache beherrscht. Diejenigen, die anders sprechen, werden dadurch hingegen von einer journalistischen Beteiligung ausgegrenzt. Durch die weltweite Verbreitung der englischen Sprache als <a href="Verkehrssprache" title="Verkehrssprache">Verkehrssprache</a> kritisiert man US-amerikanische und englischsprachige Medien häufig von vornherein als publizistische – und damit manipulative – Übermacht.
</p><p>Zahlreiche mit Sprache und Manipulation befasste Medientheoretiker verweisen auf die Medien der <a href="USA" class="mw-redirect" title="USA">USA</a>, einem Land, in dem von der überwiegenden Mehrheit Englisch gesprochen wurde. Einige argumentieren, dass eine Standardsprache noch lange keine nationale Einheitlichkeit schaffe; weiterhin blieben große Unterschiede bestehen, die in den Massenmedien Ausdruck finden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Die_Rolle_des_Visuellen">Die Rolle des Visuellen</h4></div>
<p>Neben der Selektion, der Platzierung und der Wortwahl spielen nicht-sprachlich vermittelte Informationen, in erster Linie die Bebilderung durch Fotos, Tabellen, Grafiken oder auch die Größe, die Platzierung und Farbwahl oder die Schriftart eine wichtige Rolle. In audiovisuellen Medien spielen in der Suggestion unter anderem folgende Stilmittel eine wesentliche Rolle: visuelle Gestaltung (Einstellungsgröße, Bewegung, Bildkomposition), visuelle Stilmittel (Licht, Farbe), akustische Gestaltung (Sounddesign), narrative Gestaltung (Struktur, Zeitgestaltung), strategische Kommunikationsgestaltung (Framing).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Denkbare_Manipulatoren">Denkbare Manipulatoren</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Journalisten">Journalisten</h4></div>
<p>Die Berichterstattung erfolgt primär durch den Journalisten selbst. Aus den politischen Positionen, finanziellen Abhängigkeiten und Karrierebeziehungen eines Journalisten können Verquickungen erwachsen, die oftmals eine tendenziöse Berichterstattung zur Folge haben. Bei Medienmanipulation handelt es sich um eine – der journalistischen Ethik beziehungsweise <a href="Medienethik" title="Medienethik">Medienethik</a> zuwiderlaufende – Verzerrung an Stelle einer an der Chronistenpflicht geschuldeten Perspektive eines Journalisten oder Artikels durch den Journalisten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Verlage_und_Eigentümer"><span id="Verlage_und_Eigent.C3.BCmer"></span>Verlage und Eigentümer</h4></div>
<p>Die Eigentümer der Medien bestimmen die publizistische Ausrichtung der Medien (<a href="Tendenzschutz" title="Tendenzschutz">Tendenzschutz</a>) und können damit Medienmanipulation betreiben. Wenn zum Beispiel ein Thema die geschäftlichen Interessen des Eigentümers berührt, kann ihn das zu einer tendenziösen Berichterstattung veranlassen.
</p><p>Zu den Faktoren, die bei den Medienunternehmern zu einer manipulierten Darstellung führen können, zählen der <a href="Besitz" title="Besitz">Besitz</a> der Nachrichtenquelle, die Auswahl der <a href="Mitarbeiter" title="Mitarbeiter">Mitarbeiter</a> oder die Ausrichtung auf eine bestimmte <a href="Zielgruppe" title="Zielgruppe">Zielgruppe</a>. Der Platz oder die Sendezeit für Berichte sowie die notwendigen <a href="Stichtag" title="Stichtag">Stichtage</a> können zu unvollständigen bzw. tatsächlich oder scheinbar manipulierten Berichten führen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Kunden_bzw._Werbewirtschaft">Kunden bzw. Werbewirtschaft</h4></div>
<p>Auf der anderen Seite steht die Manipulation als willkürliche Einflussnahme von außen auf das journalistische Geschehen. Hier wird in erster Linie der Druck der <a href="Werbeindustrie" class="mw-redirect" title="Werbeindustrie">Werbeindustrie</a> genannt. Aber auch Einflussnahmen von Parteien, Verbänden und sonstigen <i>Interessengruppen</i> („<a href="Lobbyismus" title="Lobbyismus">Lobbyismus</a>“) sind denkbar.
</p><p>Dieser Druck kann auch im Nachhinein durch Sanktionen ausgeübt werden. Ein bekannter Fall in Deutschland war die Werbeabbestellung von Aldi in der «Süddeutschen Zeitung», nachdem diese 2004 kritisch über Arbeitsbedingungen bei Aldi berichtet hatte.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Eine Studie von Helmut Volpers im Auftrag der Landesmedienanstalt NRW zeigt eine vermehrte Vermischung von <a href="%C3%96ffentlichkeitsarbeit" title="Öffentlichkeitsarbeit">PR</a> und redaktioneller Berichterstattung in der journalistischen Praxis. Dabei werden Beiträge von PR-Agenturen als Beiträge des Mediums getarnt und eingebracht.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Pionierin dieser Forschungsrichtung ist <a href="Barbara_Baerns" title="Barbara Baerns">Barbara Baerns</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Maßnahmen_gegen_die_Manipulation"><span id="Ma.C3.9Fnahmen_gegen_die_Manipulation"></span>Maßnahmen gegen die Manipulation</h3></div>
<p>Gegen eine mögliche Manipulation der Medien besteht eine Reihe von Maßnahmen:
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Selbstverpflichtung_der_Medien">Selbstverpflichtung der Medien</h4></div>
<p>Medienmanipulation steht im Widerspruch zum Berufsethos des Journalisten. In vielen Ländern bestehen Ehrenkodizes der Journalistenverbände (zum Beispiel in Deutschland: <a href="Pressekodex" title="Pressekodex">Pressekodex</a>, in Österreich: <a href="Ehrenkodex_f%C3%BCr_die_%C3%B6sterreichische_Presse" title="Ehrenkodex für die österreichische Presse">Ehrenkodex für die österreichische Presse</a>), in denen Regelungen getroffen sind, die eine Medienmanipulation verhindern sollen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Gesetzliche_Regelungen_zur_Sicherstellung_der_Ausgewogenheit">Gesetzliche Regelungen zur Sicherstellung der Ausgewogenheit</h4></div>
<p>In Deutschland besteht der <a href="%C3%96ffentlich-rechtlicher_Rundfunk" title="Öffentlich-rechtlicher Rundfunk">öffentlich-rechtliche Rundfunk</a>, dessen Organisation gemäß den <a href="Rundfunkurteil" class="mw-redirect" title="Rundfunkurteil">Rundfunkurteilen</a> des Bundesverfassungsgerichts eine „<a href="Binnenpluralit%C3%A4t" title="Binnenpluralität">Binnenpluralität</a>“ der gesendeten Berichte sicherstellen muss. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk der ARD in Deutschland hat einen Programmbeirat, die die beratende Aufgabe haben, sich intern stellvertretend für die Gesellschaft kritisch mit dem Programmangebot auseinanderzusetzen.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Kritisiert wurde z. B. 2014 die nach Ansicht des Beirates oft zu oberflächliche und parteiische Berichterstattung ohne essentielle Hintergrundinformationen über den Konflikt in der Ukraine.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Einige Länder verfügen über Gesetze, um in den staatlichen Medien eine Ausgewogenheit zu erzwingen. Seit 1991 unterstehen die <a href="CBC/Radio-Canada" title="CBC/Radio-Canada">CBC und SRC von Radio Kanada</a> dem Broadcasting Act.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dieses Gesetz legt unter anderem fest:
</p>
<blockquote><p><i>Der kanadische Rundfunk muss (i) ein vielfältiges und umfassendes Programm repräsentativer Information, Aufklärung und Unterhaltung Hörern jeden Alters, Geschlechts, Interessen und Geschmacks anbieten, (…) (iv) der Öffentlichkeit eine angemessene Gelegenheit bieten, unterschiedliche Sichtweisen zum Ausdruck bringen zu können</i>.</p></blockquote>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Meinungsvielfalt_und_Wettbewerb">Meinungsvielfalt und Wettbewerb</h4></div>
<p>Der wirksamste Schutz gegen Medienmanipulation besteht in der Vielfalt der Medienberichterstattung. Daher ist die Verhinderung von <a href="Medienkonzentration" title="Medienkonzentration">Medienkonzentration</a> (für Vielfalt miteinander konkurrierender Medien) und die Möglichkeit der Herstellung von <a href="Gegen%C3%B6ffentlichkeit" title="Gegenöffentlichkeit">Gegenöffentlichkeit</a> ein wesentliches Mittel gegen Manipulation.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Offenlegung_von_Besitzverhältnissen_und_Abhängigkeiten_(Transparenz)"><span id="Offenlegung_von_Besitzverh.C3.A4ltnissen_und_Abh.C3.A4ngigkeiten_.28Transparenz.29"></span>Offenlegung von Besitzverhältnissen und Abhängigkeiten (Transparenz)</h4></div>
<p>Manipulationen lassen sich auch durch die Offenlegung der Verbindungen vermeiden, die Interessenkonflikte verursachen können, etwa wenn eine Nachrichtenagentur über für sie selbst relevante Angelegenheiten berichtet oder über ihre Eigentümer. Oft betrifft eine solche Veröffentlichung Aktien oder Kapital. Die Kommentatoren über Aktienangelegenheiten werden daher häufig aufgefordert, eine mögliche Teilhaberschaft an den betreffenden Unternehmen oder ihrer Konkurrenz bekannt zu machen.
</p><p>Das Bundesland Hessen verpflichtet zum Beispiel Medien, Mehrheitseigentümer im <a href="Impressum" title="Impressum">Impressum</a> anzugeben. Anlass hierzu war die Übernahme der <a href="Frankfurter_Rundschau" title="Frankfurter Rundschau">Frankfurter Rundschau</a> durch die <a href="SPD" class="mw-redirect" title="SPD">SPD</a>-Holding <a href="DDVG" class="mw-redirect" title="DDVG">DDVG</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Weiteres">Weiteres</h4></div>
<p>Wege, Manipulationen zu vermeiden, sucht man in der Methode des „Streitgesprächs“ (<i>point</i>/<i>counterpoint</i>) oder des „Gesprächs am Runden Tisch“, ein <a href="Diskussion" title="Diskussion">Diskussions</a>format, in dem repräsentative Vertreter widerstreitender Ansichten gegeneinander ihre Ansichten verfechten. Diese Methode erlaubt theoretisch, alle relevanten unterschiedlichen Positionen medial zu präsentieren. Gleichwohl haben Sendeleiter, Redakteure und Moderatoren die Macht, eine Auswahl der Gäste zu treffen, ihnen mehr oder minder genehme Fragen zu stellen, sowie ihre Bemerkungen ins rechte Licht zu stellen oder zu kommentieren. Ohne ein gutes Fingerspitzengefühl des Moderators oder Redakteurs für oben genannten Fakten kann einem Format, das Streitgespräche medial präsentiert, vorgeworfen werden, der Reporter schaffe den Eindruck, dass die dargestellten Sichtweisen die gleiche Gültigkeit haben (auch „<a href="Ausgewogenheit" title="Ausgewogenheit">Unausgewogenheit</a>“ genannt). Dies kann bei <a href="Tabu" title="Tabu">Tabu</a>themen vorkommen oder wenn ein Diskussionspartner Behauptungen aufstellt, die leicht als haltlos erwiesen werden können.
</p><p>Eine solche Unausgewogenheit zeigte zum Beispiel Mark Halperin auf, politischer Direktor der ABC-News. Er untersagte den Reportern in einer internen Mail, <i>„künstlichen Einfluss auszuüben. … denn <a href="George_W._Bush" title="George W. Bush">George W. Bush</a> und <a href="John_Kerry" title="John Kerry">John Kerry</a> seien ‚gleichermaßen‘ der Öffentlichkeit verantwortlich.“</i> Die Kritik der Bush-Unterstützer ziele lediglich darauf ab, den Wahlsieg zu erreichen „durch … neue Versuche, Kerry zu zerstören“. Als der <a href="Drudge_Report" title="Drudge Report">Drudge Report</a> diese Anordnung veröffentlichte, sahen zahlreiche Bush-Unterstützer ausgerechnet hier den Beweis, Halperin manipuliere die ABC gegen Bush zugunsten Kerrys, indem er die manipulativen Versuche der Journalisten abzuwenden suchte.
</p><p>In manchen Fällen, wo eine Manipulation offensichtlich ist, kann eine Nachrichtenagentur Personal entlassen oder versetzen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Erforschung_und_Theorie_der_Medienmanipulation">Erforschung und Theorie der Medienmanipulation</h3></div>
<p>Die Erforschung der Medienmanipulation erfolgt in der journalistischen Ausbildung an Universitäten (gemeinsam mit <a href="Medienwissenschaft" title="Medienwissenschaft">Medienwissenschaft</a> und <a href="Friedensforschung" title="Friedensforschung">Friedensforschung</a>) sowie durch unabhängige Beobachtergruppen aus verschiedenen Teilen des politischen Spektrums. In den <a href="USA" class="mw-redirect" title="USA">USA</a> konzentrieren sich zahlreiche Studien auf die Äußerungen <a href="Konservatismus" title="Konservatismus">konservativ</a>-<a href="Liberalismus" title="Liberalismus">liberaler</a> Politiker in den Medien. Andere untersuchen internationale Unterschiede in der Berichterstattung sowie die Manipulation der Meldungen über bestimmte Angelegenheiten wie die gesellschaftlichen Klassen oder die Entwicklungspolitik.
</p><p>Die Glasgow Media Group analysierte in den <i>Bad News Studies</i> Fernseh- und Zeitungsmeldungen in <a href="Vereinigtes_K%C3%B6nigreich" title="Vereinigtes Königreich">Großbritannien</a> (Eldridge, 2000). Mittels <a href="Inhaltsanalyse" title="Inhaltsanalyse">Inhaltsanalyse</a>, Interviews sowie beobachtender Teilnahme fanden sie unter anderem heraus, dass Meldungen gegen Gewerkschaften manipuliert waren, in denen diese für den Bruch der Tarifvereinbarungen und die hohe Inflation verantwortlich gemacht wurden. Martin Harrison (<i>TV News: Wer manipuliert?</i>, 1985) kritisierte die Methoden der Glasgow Media Group und argumentierte, die GMG untersuche die Manipulation selektiv und präsentiere die eigenen Vorurteile selbst manipuliert als Ergebnis (Street 2001, S. 31).
</p><p>Herman und <a href="Noam_Chomsky" title="Noam Chomsky">Chomsky</a> (1988) schufen die Theorie des <a href="Propagandamodell" title="Propagandamodell">Propagandamodells</a>, wonach eine systematische Manipulation der Medien aus der ökonomischen Struktur des Landes erwächst. Nach dieser Theorie entscheidet der Medienbesitz der Großunternehmen über die Meinungsbildung, die Werbefinanzierung sowie die Übernahme regierungsamtlicher Quellen. Diese vermögen zum Beispiel unabhängige Medien vermittels <a href="Antikommunismus" title="Antikommunismus">antikommunistischer</a> <a href="Ideologie" title="Ideologie">Ideologie</a> zu diskreditieren und die breite Öffentlichkeit im Interesse von Unternehmen zu manipulieren.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Denkbare_Ziele_einer_Medienmanipulation">Denkbare Ziele einer Medienmanipulation</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Arten_von_Manipulation">Arten von Manipulation</h4></div>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Techniken_der_Propaganda_und_Meinungsmanipulation" class="mw-redirect" title="Techniken der Propaganda und Meinungsmanipulation">Techniken der Propaganda und Meinungsmanipulation</a></div>
<ul><li><a href="Geopolitik" title="Geopolitik">geopolitische</a> Manipulation<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>.</li>
<li><a href="Ethnisch" class="mw-redirect" title="Ethnisch">Ethnische</a> oder <a href="Rassentheorie" title="Rassentheorie">rassische</a> Manipulation, einschließlich des <a href="Rassismus" title="Rassismus">Rassismus</a>, <a href="Nationalismus" title="Nationalismus">Nationalismus</a> und <a href="Regionalismus" title="Regionalismus">Regionalismus</a>.</li>
<li>Manipulation durch <a href="Unternehmen" title="Unternehmen">Unternehmen</a>, einschließlich der <a href="Werbung" title="Werbung">Werbung</a> und <a href="Public_Relations" class="mw-redirect" title="Public Relations">Public Relations</a> – Berichterstattung über politische Kampagnen im Sinne unternehmerischer Interessen, Berichterstattung im Sinne der Medieneigentümer.</li>
<li><a href="Gesellschaftliche_Klasse" class="mw-redirect" title="Gesellschaftliche Klasse">Klassenmanipulation</a>, sowohl die Manipulation, die eine bestimmte gesellschaftliche Klasse bevorzugt, als auch die Manipulation, die eine Aufteilung der Gesellschaft in soziale Klassen ignoriert.</li>
<li><a href="Politik" title="Politik">Politische</a> Manipulation, einschließlich der Manipulation für oder gegen eine bestimmte politische Partei oder einen Kandidaten.</li>
<li><a href="Religion" title="Religion">Religiöse</a> Manipulation, einschließlich der Manipulation, in der eine religiöse Sichtweise über eine andere gestellt wird.</li>
<li><a href="Skandal" title="Skandal">Skandalisierung</a>, die etwas Außergewöhnliches gegenüber dem Normalen aufbauscht. Dazu zählt die Praxis, aus kommerziellen Gründen besondere Nachrichten überzubetonen, zu verzerren oder zu fabrizieren.</li>
<li><a href="Desinformation" title="Desinformation">Desinformation</a>, die gezielt falsche, einseitige oder verzerrte Informationen streut.</li>
<li><a href="Agitprop" title="Agitprop">Agitation und Propaganda</a> (zum Beispiel während des <a href="Kalter_Krieg" title="Kalter Krieg">Kalten Krieges</a>).</li>
<li>Die journalistische <a href="L%C3%BCge" title="Lüge">Lüge</a>, die gut ausgewählt schon deshalb geglaubt wird, weil sie oft als <a href="Schlagzeile" title="Schlagzeile">Schlagzeile</a> gedruckt ist. Eventuelle Widerrufe werden so platziert, dass sie kaum Beachtung finden.</li>
<li>Hofberichterstattung oder Verlautbarungsjournalismus: die distanzlos-unkritische Veröffentlichung von Informationen im Interesse von Politikern, Parteien oder Institutionen.</li>
<li><a href="Politische_Korrektheit" title="Politische Korrektheit">Politische Korrektheit</a>, die Verwendung und vorgebliche Dominanz „politisch korrekter“ Sprache als Zensur und Einschränkung der Redefreiheit.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Nationale,_kulturelle_und_ethnische_Gesichtspunkte"><span id="Nationale.2C_kulturelle_und_ethnische_Gesichtspunkte"></span>Nationale, kulturelle und ethnische Gesichtspunkte</h4></div>
<p>Zahlreiche Nachrichtenagenturen neigen zu einer den geographischen, ethnischen und nationalen Erwartungen der Bevölkerung angepassten Berichterstattung.
</p><p>Westlichen Medien wird häufig vom überwiegenden Teil der Welt (<a href="Osteuropa" title="Osteuropa">Osteuropa</a>, <a href="Asien" title="Asien">Asien</a>, <a href="Afrika" title="Afrika">Afrika</a> und <a href="Nahost" class="mw-redirect" title="Nahost">naher Osten</a>) ihre pro-westliche Haltung hinsichtlich zahlreicher politischer, kultureller und wirtschaftlicher Angelegenheiten vorgeworfen.
</p><p>In Amerika beschuldigten Politiker des Südens während der <a href="B%C3%BCrgerrechtsbewegung" title="Bürgerrechtsbewegung">Bürgerrechtsbewegung</a> die Medien der Manipulation gegen die Weißen. <a href="Film" title="Film">Film</a> und <a href="Fernsehen" title="Fernsehen">Fernsehen</a> manipulierten angeblich zugunsten einer „Rassenvermischung“; zahlreiche Fernsehsendungen und -serien mit ethnisch gemischten Besetzungen wie <i><a href="I_Spy" title="I Spy">I Spy</a></i> oder <i><a href="Star_Trek" title="Star Trek">Star Trek</a></i> wurden von den Stationen des Südens nicht gesendet.
</p><p>Die Medienmanipulation im Sinne einer Religion liegt in jenen Ländern auf der Hand, in denen Staat und Medien von einer offiziellen Religion beherrscht werden. Hier kann sich Manipulation gegen andere Glaubensrichtungen klar und mit allen Konsequenzen auswirken.
</p><p>Auch in den Ländern mit Religionsfreiheit und freier Presse unternimmt die vorherrschende Religion große Anstrengungen, um Einfluss auf die Medien zu gewinnen. In den überwiegend christlichen Nationen tendieren die Journalisten zu einer Berichterstattung über die Aktivitäten aus dem Bereich des Christentums und dem Ausschluss anderer Glaubensrichtungen.
</p><p>Aber auch das Gegenteil kann der Fall sein. In <a href="Atheismus" title="Atheismus">atheistischen</a> Ländern zeigte die antireligiöse Medienpropaganda Wirkung, wie in zahlreichen Ländern des <a href="Ostblock" title="Ostblock">Ostblocks</a> im Kalten Krieg.
</p><p>Mit anderer Motivation verschweigen manche heutige Medien aus eigenem Interesse die Berichterstattung über jedwede religiöse Angelegenheiten, um nicht den Anschein der Bevorzugung einer Glaubensrichtung vor der anderen zu erwecken.
</p><p>Letztere Art der Manipulation wird häufig in der Berichterstattung über neue religiöse Bewegungen gesehen. Häufig geschieht es, dass die einzige Sichtweise, die der Öffentlichkeit über eine <a href="Neue_religi%C3%B6se_Bewegung" title="Neue religiöse Bewegung">neue religiöse Bewegung</a>, umstrittene Gruppe oder einen <a href="Kult" title="Kult">Kult</a> vermittelt wird, negativ gezeichnet und durch mediale Skandalberichte illustriert wird. Zum Beispiel erfahren die meisten neuen oder Minderheitsreligionen nur dann mediale Beachtung, wenn etwas Skandalöses berichtet werden kann, zum Beispiel ein Massenselbstmord einer <a href="Sekte" title="Sekte">Sekte</a> oder illegale Machenschaften der Führung einer religiösen Bewegung.
</p><p>Nach der Encyclopedia of Social Work (19. Auflage) spielen die Nachrichtenmedien eine entscheidende Rolle bei der öffentlichen Akzeptanz von Kulten. Nach einigen Studien haben die Medien durch die bildliche Darstellung die Macht, die <a href="Rezipient" title="Rezipient">Rezipienten</a> dahingehend zu manipulieren, dass sie bestimmte neue Kulte als problematisch, umstritten oder bedrohlich wahrnehmen (Beckford, 1985; Richardson, Best & Bromley, 1991; Victor, 1993). Die Analyse ergab, dass Medienberichte über Kulte im Wesentlichen auf Polizisten oder „Kultexperten“ zurückgingen, die die jeweilige kultische Praxis als gefährlich und zerstörerisch einstuften, die häufig mit erschreckend überzogenen Geschichten über <a href="Ritual" title="Ritual">rituelle</a> <a href="Folter" title="Folter">Folter</a>, <a href="Sexueller_Missbrauch" title="Sexueller Missbrauch">sexuellen Missbrauch</a>, <a href="Gehirnw%C3%A4sche" title="Gehirnwäsche">Gehirnwäsche</a> usw. ausgebaut wurden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Andere_Einflüsse"><span id="Andere_Einfl.C3.BCsse"></span>Andere Einflüsse</h4></div>
<p>Medienmanipulation ist nicht prinzipiell politisch. Nachrichtenmedien suchen im Wesentlichen Erfolg bei einem bestimmten Publikum. Viele Menschen interessiert eher die Lokalberichterstattung mit privatem oder regionalem Bezug wie Fotos einer Einschulung, einer Hochzeitsfeier, eine prominente Lokalgröße, ein Empfang, ein <a href="Verkehrsunfall" class="mw-redirect" title="Verkehrsunfall">Verkehrsunfall</a> oder andere glamouröse oder schockierende Meldungen.
</p><p>So findet der Tod von Millionen Menschen in einem ethnischen Konflikt in Afrika oder Asien in den regionalen Medien eine schmale Randerwähnung, während die Erschießung von fünf Angehörigen eines Gymnasiums eine monatelange tiefgehende und facettenreiche Analyse erfährt. Der Grund für diese Art der Manipulation ist im Streben nach medialem Publikumserfolg zu suchen. Produzenten und <a href="Verleger" title="Verleger">Verleger</a> bieten das an, was ihrer Meinung nach die Masse am meisten interessiert (siehe auch Agendasetting).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Manipulation_der_Medien">Manipulation der Medien</h2></div>
<p>Der Begriff „Medienmanipulation“ kann auch zur Beschreibung eines Versuchs der Manipulation von Medien, mit dem Ziel eine bestimmte Berichterstattung zu erreichen oder zu verhindern, verstanden werden.
</p><p>Der Gedanke dahinter lautet: Einflussreiche Stellen (zum Beispiel bestimmte Regierungen oder Konzerne) üben ihre Macht sowohl mit offenkundiger als auch versteckter <a href="Zensur_(Informationskontrolle)" title="Zensur (Informationskontrolle)">Zensur</a> auf die Medien ihrer oder anderer Länder aus. Andererseits schränken einige Journalisten oder Redakteure aus Scheu vor negativen Konsequenzen freiwillig die Darstellung problematischer Tatsachen ein (<a href="Selbstzensur" title="Selbstzensur">Selbstzensur</a>: „Schere im Kopf“).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Direkt_von_der_Regierung_gelenkte_Medien">Direkt von der Regierung gelenkte Medien</h3></div>
<p>Erkennbar ist diese Manipulation in Staaten mit staatlich gelenkten Medien und ohne oder mit stark eingeschränkter <a href="Pressefreiheit" title="Pressefreiheit">Pressefreiheit</a> wie im <a href="Drittes_Reich" title="Drittes Reich">Dritten Reich</a>, der <a href="DDR" class="mw-redirect" title="DDR">DDR</a> oder dem heutigen <a href="Volksrepublik_China" title="Volksrepublik China">China</a> und <a href="Russland" title="Russland">Russland</a> sowie allgemein in <a href="Diktatur" title="Diktatur">Diktaturen</a>.
</p><p>So wurde den <a href="Gleichschaltung" title="Gleichschaltung">gleichgeschalteten</a> Medien im Dritten Reich im Rahmen der „<a href="Pressekonferenz" title="Pressekonferenz">Pressekonferenzen</a> der Reichsregierung“ nicht nur die Meinung der Regierung, sondern auch gleich die Form der Darstellung vorgegeben, beispielsweise bezüglich der Berichterstattung über die Kommentare der Westmächte zum Beitritt Spaniens zum <a href="Antikominternpakt" title="Antikominternpakt">Antikominternpakt</a>: „Nicht als Hauptaufmachung der Blätter herauskommen … keine allzu große Bedeutung beimessen … Bemerkungen über die italienischen Freiwilligen in Spanien weglassen.“<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Als Folge dieser weitreichenden Manipulationen war es dem Regime möglich, große Teile der Bevölkerung noch bis zur Kapitulation zu manipulieren.
</p><p>1976 bis Ende der 1980er Jahre versuchten Länder der <a href="Dritte_Welt" title="Dritte Welt">Dritten Welt</a> unter dem Stichwort „Neue <a href="Weltinformationsordnung" title="Weltinformationsordnung">Weltinformationsordnung</a>“ die Dominanz der westlichen Presse in ihren Ländern zu brechen. Auf einem Symposium der <a href="Bewegung_der_blockfreien_Staaten" class="mw-redirect" title="Bewegung der blockfreien Staaten">Blockfreien Staaten</a> im Jahr 1976 wurde erklärt: „Jedes Entwicklungsland hat das Recht, volle Souveränität über die Informationen auszuüben“. Zum Abbau des Ungleichgewichtes wurde in einigen Ländern die Berichterstattung über eigene Positionen durch Abschaffung der Pressefreiheit durchgesetzt, wodurch das Projekt zum Schutz der bestehenden Regierung oder bestimmter Interessengruppen ausgenutzt wurde. Seit 1991 sind die Medien in vielen Entwicklungsländern staatsunabhängiger geworden, jedoch besteht oft eine Verfolgung der Journalisten, falls diese über mächtige Wirtschaftsinteressen und organisierte Kriminalität recherchieren.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Indirekt_von_der_Regierung_gelenkte_Medien">Indirekt von der Regierung gelenkte Medien</h3></div>
<p>Die Regierung kann auch ohne eigene staatliche Medien und direkte PR-Vorgaben einen erheblichen Einfluss auf die Medienberichterstattung ausüben. Dies geschah etwa in vielen <a href="Lateinamerika" title="Lateinamerika">lateinamerikanischen</a> <a href="Milit%C3%A4rdiktatur" title="Militärdiktatur">Militärdiktaturen</a> im 20. Jahrhundert, wo regierungsfreundliche private Medienunternehmen gefördert, andere Medien jedoch, unter anderem durch Verbote, behindert wurden. In <a href="Argentinien" title="Argentinien">Argentinien</a> wurden während der <a href="Prozess_der_Nationalen_Reorganisation" class="mw-redirect" title="Prozess der Nationalen Reorganisation">Militärdiktatur (1976 bis 1983)</a> im Jahr 1980 die Gesetze verändert und dabei unter anderem verboten, Radio- und Fernsehfrequenzen gemeinnützigen Organisationen zuzuteilen. In den Massenmedien wurden unter anderem systematische <a href="Folter" title="Folter">Folter</a> und das <i><a href="Verschwindenlassen" title="Verschwindenlassen">Verschwindenlassen</a></i> von zehntausenden Oppositionellen (<i>siehe:</i> <a href="Desaparecidos" title="Desaparecidos">Desaparecidos</a>) flächendeckend verschwiegen und stattdessen Propagandameldungen verbreitet. Auch die Ermordung von sukzessive rund 100 Journalisten während der Diktatur blieb unberichtet.<sup id="cite_ref-lateinmedien_15-0" class="reference"><a href="#cite_note-lateinmedien-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Eine erhöhte Beeinflussung bis hin zur Lenkung besteht oft auch in Kriegsgebieten, da Festnahmen von Journalisten aus „Verdachtsgründen“ leicht möglich sind und somit die Medien sich oft auf Informationen offizieller Pressekonferenzen verlassen. In den letzten Jahren wurden auch vermehrt die Regeln für Kriegsberichterstatter erweitert und verschärft. Der Chef der Nachrichtenagentur <a href="Associated_Press" title="Associated Press">Associated Press</a>, Tom Curley, etwa kritisierte deshalb 2009 einen anwachsenden Druck des <a href="US-Milit%C3%A4r" class="mw-redirect" title="US-Militär">US-Militärs</a> auf unabhängige Berichterstatter in Kriegsgebieten sowie eine allgemein zunehmende Beeinflussung der Medien durch das <a href="Verteidigungsministerium_der_Vereinigten_Staaten" title="Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten">Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten</a>. Das <a href="Pentagon" title="Pentagon">Pentagon</a> hat seit 2003 das Budget für „Einfluss-Operationen“ um 63 Prozent erweitert, es umfasste 2008 4,7 Milliarden Dollar für 27.000 Mitarbeiter.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Auch in Demokratien und „gelenkten Demokratien“ gelangen im 21. Jahrhundert immer mehr Medien in wirtschaftliche Abhängigkeit von staatlichen Förderungen und Werbeeinschaltungen. Die <a href="Medienkritik_(Kommunikationswissenschaft)" title="Medienkritik (Kommunikationswissenschaft)">Medienkritik</a> sieht hier unter anderem in der <a href="Inseratenkorruption" title="Inseratenkorruption">Inseratenkorruption</a> ein Problem, bei der Regierungen eine positive Berichterstattung belohnen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Manipulation_durch_Netzwerke_und_das_Konzept_des_„sozialen_Kapitals“"><span id="Manipulation_durch_Netzwerke_und_das_Konzept_des_.E2.80.9Esozialen_Kapitals.E2.80.9C"></span>Manipulation durch Netzwerke und das Konzept des „sozialen Kapitals“</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Forschungsansatz,_Thesen_und_Ergebnisse_der_Untersuchung_Krügers"><span id="Forschungsansatz.2C_Thesen_und_Ergebnisse_der_Untersuchung_Kr.C3.BCgers"></span>Forschungsansatz, Thesen und Ergebnisse der Untersuchung Krügers</h3></div>
<p>In <a href="Uwe_Kr%C3%BCger" title="Uwe Krüger">Uwe Krügers</a> Dissertation zum Einfluss der Eliten auf deutsche Journalisten und Medien<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> wird ein theoretisches Modell entwickelt, das Medienverhalten mit Hilfe von <a href="Pressure_Group" class="mw-redirect" title="Pressure Group">Pressure Groups</a> und sozialen Netzwerken erklärt und das vorhersagt, dass Leitmedien mehr oder weniger den laufenden Diskurs der Eliten reflektieren, aber dessen Grenzen nicht überschreiten und dessen Prämissen nicht kritisch hinterfragen.
</p><p>Ausgangsthese Krügers ist, „dass eine konsensuell geeinte Elite in wichtigen Fragen (Krieg und Frieden, makroökonomische Ordnung) gegen die Interessen eines Großteils der Bevölkerung regieren kann und dass journalistische Eliten zu stark in das Elitenmilieu eingebunden sein könnten, um noch als Anwälte des öffentlichen Interesses kritisch-kontrollierend zu wirken.“
</p><p>Im empirischen Teil fokussiert seine <a href="Soziale_Netzwerkanalyse" title="Soziale Netzwerkanalyse">soziale Netzwerkanalyse</a> zunächst die soziale Umgebung von 219 leitenden Redakteuren deutscher Leitmedien. Jeder Dritte unterhielt informelle Kontakte mit Politik- und Wirtschaftseliten; bei vier Außenpolitik-Journalisten, <a href="Stefan_Kornelius" title="Stefan Kornelius">Stefan Kornelius</a>, <a href="Klaus-Dieter_Frankenberger" title="Klaus-Dieter Frankenberger">Klaus-Dieter Frankenberger</a>, <a href="Michael_St%C3%BCrmer" title="Michael Stürmer">Michael Stürmer</a> und <a href="Josef_Joffe" title="Josef Joffe">Josef Joffe</a> finden sich dichte Netzwerke im US- und NATO-affinen Elitenmilieu. Weitere analysierte Journalisten sind <a href="Kai_Diekmann" title="Kai Diekmann">Kai Diekmann</a> (Bild), <a href="Peter_Frey_(Journalist%2C_1957)" title="Peter Frey (Journalist, 1957)">Peter Frey</a> und <a href="Claus_Kleber" title="Claus Kleber">Claus Kleber</a> (ZDF) und <a href="Matthias_Na%C3%9F" title="Matthias Naß">Matthias Naß</a> (ZEIT).
</p><p>Eine anschließende <a href="Frame_Analysis" title="Frame Analysis">Frame-Analyse</a> fragt, inwieweit der Output dieser vier Journalisten in den umstrittenen Fragen der Definition von Sicherheit (erweiterter Sicherheitsbegriff) und <a href="Deutsche_Beteiligung_am_Krieg_in_Afghanistan" class="mw-redirect" title="Deutsche Beteiligung am Krieg in Afghanistan">Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr</a> auf der Linie der ermittelten Bezugsgruppen liegt. Abschließend werden die Berichte über die <a href="M%C3%BCnchner_Sicherheitskonferenz" title="Münchner Sicherheitskonferenz">Münchner Sicherheitskonferenz</a> und deren Gegner in fünf Tageszeitungen <a href="Inhaltsanalyse" title="Inhaltsanalyse">inhaltsanalytisch</a> untersucht. Sie kommt zu dem Schluss, dass die Eliten-nahen <a href="Leitmedium" title="Leitmedium">Leitmedien</a> FAZ, Welt und Süddeutsche den auf der Sicherheitskonferenz laufenden Elitendiskurs ausführlich abbilden, dabei aber die Proteste und die Gegenveranstaltung Münchner Friedenskonferenz marginalisieren und delegitimieren.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Als hoch problematisch erscheinen erstens die direkten Verbindungen zur Wirtschaft, genauer die Beratertätigkeit von Chefredakteuren und Herausgebern für gewinnorientierte Konzerne: Josef Joffe (Zeit) als Beirat der <a href="HypoVereinsbank" class="mw-redirect" title="HypoVereinsbank">HypoVereinsbank</a> sowie <a href="Stefan_Aust" title="Stefan Aust">Stefan Aust</a> (Spiegel) und <a href="Helmut_Markwort" title="Helmut Markwort">Helmut Markwort</a> (Focus) als Beiräte der <a href="Deutsche_Telekom" title="Deutsche Telekom">Deutschen Telekom</a> AG.
</p><p>Zweitens muss die Einbindung von Journalisten in eine Organisation der Bundesregierung kritisch gesehen werden, namentlich Klaus-Dieter Frankenberger (FAZ), Stefan Kornelius (SZ) und Peter Frey (ZDF) als Beiräte der <a href="Bundesakademie_f%C3%BCr_Sicherheitspolitik" title="Bundesakademie für Sicherheitspolitik">Bundesakademie für Sicherheitspolitik</a>, eines <a href="Think_Tank" class="mw-redirect" title="Think Tank">Think Tanks</a> im Geschäftsbereich des <a href="Bundesverteidigungsminister" class="mw-redirect" title="Bundesverteidigungsminister">Bundesverteidigungsministeriums</a>.
</p><p>Der Beirat berät laut Akademie-Satzung das Kuratorium, das wiederum aus der Bundeskanzlerin sowie den Bundesministern der Verteidigung, des Inneren, des Auswärtigen, der Finanzen, der Justiz, für Wirtschaft und für Entwicklungshilfe besteht. Die drei Journalisten verpflichteten sich somit, jene Bundesregierung zu beraten, die sie doch eigentlich als Anwälte der Öffentlichkeit kritisieren und kontrollieren sollen.” (S. 148)<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>“
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Zu der Frage, welche Art der Beeinflussung der Journalisten durch die Eliten vorliege, vermutet Krüger, dass „Journalisten mit Eliten-kompatiblen Werten und Meinungen höhere Chancen (haben), Zugang zu den höchsten Kreisen zu bekommen, und die Einbindung in das Elitenmilieu verstärkt dann über die Zeit hinweg die Konformität. Das heißt auch: Journalisten mit Eliten-kompatiblen Meinungen haben bessere Chancen, Karriere zu machen, denn sie können im eigenen Haus und in der Branche mit exklusiven Informationen und hochrangigen Interviewpartnern punkten.“<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Krüger argumentiert mit dem Konzept des <a href="Soziales_Kapital" title="Soziales Kapital">sozialen Kapitals</a> <a href="Pierre_Bourdieu" title="Pierre Bourdieu">Pierre Bourdieus</a>.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Embedded_Journalist" class="mw-redirect" title="Embedded Journalist">Embedded Journalist</a></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Manipulation_der_Medien_in_Deutschland_durch_die_DB">Manipulation der Medien in Deutschland durch die DB</h3></div>
<p>In Deutschland erregte 2009 ein Fall von Manipulation durch die <a href="Deutsche_Bahn_AG" class="mw-redirect" title="Deutsche Bahn AG">Deutsche Bahn AG</a> Aufsehen, die die Meinungsmache selbst einräumte. <a href="R%C3%BCdiger_Grube" title="Rüdiger Grube">Rüdiger Grube</a>, Nachfolger von <a href="Hartmut_Mehdorn" title="Hartmut Mehdorn">Hartmut Mehdorn</a> bei der DB, sagte 2009: <i>„2007 wurden nach Angaben der Bahn für vorproduzierte Medienbeiträge, für Blog- und Forenbeiträge, für Leserbriefe und Meinungsumfragen 1,3 Millionen Euro ausgegeben“</i>.<sup id="cite_ref-rp-online.de_23-0" class="reference"><a href="#cite_note-rp-online.de-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Rezeption">Rezeption</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Globales_Korruptionsbarometer">Globales Korruptionsbarometer</h3></div>
<p><a href="Transparency_International" title="Transparency International">Transparency International</a> veröffentlicht in unregelmäßigen Abständen ein sogenanntes <i>globales <a href="Korruptionsbarometer" title="Korruptionsbarometer">Korruptionsbarometer</a></i>. 2013 hielten 54 Prozent der in Deutschland Befragten die Medien für <a href="Korruption" title="Korruption">korrupt</a> oder sehr korrupt.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auf einer Skala von 1 (überhaupt nicht korrupt) bis 5 (höchst korrupt) kamen die Medien auf einen Wert von 3,6. Schlechter schnitten nur die Privatwirtschaft (3,7) und die <a href="Politische_Partei" title="Politische Partei">politischen Parteien</a> (3,8) ab. Im Jahre 2010 lag die Bewertung der Medien in Deutschland noch bei 3,0.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Umfragen">Umfragen</h3></div>
<p>Nach einer von <a href="YouGov" title="YouGov">YouGov</a> für <a href="Die_Zeit" title="Die Zeit">Zeit Online</a> durchgeführten repräsentativen Umfrage hatten 47 Prozent der Befragten im Dezember 2014 den Eindruck, dass die Medien in Deutschland einseitig berichten und von der Politik gelenkt werden. Nur 40 Prozent hielten die Berichterstattung für objektiv und unabhängig.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Anfang desselben Monats ergab eine Umfrage von <a href="Infratest_dimap" title="Infratest dimap">Infratest dimap</a> im Auftrag der Fernsehsendung <a href="Zapp_(Magazin)" title="Zapp (Magazin)">Zapp</a>, dass 69 Prozent der wahlberechtigten Bevölkerung in Deutschland weniger oder gar kein Vertrauen in die Medien haben. Lediglich 29 Prozent bekundeten großes oder sehr großes Vertrauen.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Beide Umfragen stehen im Kontext der Darstellung des <a href="Krieg_in_der_Ukraine_seit_2014" class="mw-redirect" title="Krieg in der Ukraine seit 2014">Ukraine-Konflikts</a> in den Medien.
</p><p>Eine Emnid-Umfrage 2016 ergab, dass nur 34 Prozent der Befragten die Berichterstattung der deutschen Nachrichtenmedien für wirklich unabhängig hält.<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Während diese Umfragen nur den gefühlten Eindruck des Publikums wiedergeben, untersuchen Einflussstudien, inwiefern tatsächlich ein Einfluss messbar ist.<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<p>Die politische Manipulierbarkeit der Massenmedien ist eine Eigenschaft, mit der sie von Anbeginn seit der Erfindung der <a href="Druckerpresse" class="mw-redirect" title="Druckerpresse">Druckerpresse</a> belastet sind. Die hohen Kosten der früheren Druckausrüstung schränkten die Medienproduktion anfangs ein. Die Verleger bedienten häufig die Interessen großer oder mächtiger <a href="Soziale_Gruppe" title="Soziale Gruppe">sozialer Gruppen</a>.
</p><p><a href="John_Milton" title="John Milton">John Miltons</a> Flugschrift <i><a href="Areopagitica" title="Areopagitica">Areopagitica</a>, eine Rede für die Freiheit des unlizenzierten Drucks</i>, veröffentlicht 1644, war eine der ersten Publikationen für die <a href="Pressefreiheit" title="Pressefreiheit">Pressefreiheit</a>.
</p><p>Im 19. Jahrhundert erkannten Journalisten das Prinzip der unparteiischen Berichterstattung als wesentlichen Bestandteil journalistischer Ethik. Dieses traf mit dem Aufstieg des Journalismus als einem <a href="Sozial" title="Sozial">sozialen</a> <a href="Macht" title="Macht">Macht</a>faktor zusammen und hat bis heute Gültigkeit, wobei gewissenhafte und um <a href="Objektivit%C3%A4t" title="Objektivität">Objektivität</a> bemühte <a href="Journalist" title="Journalist">Journalisten</a> von Vorwürfen der Manipulation nicht getroffen werden.
</p><p>Ebenso wie die Presse dienten die Rundfunkmedien (Radio und Fernsehen) von Anbeginn als <a href="Propaganda" title="Propaganda">Propagandainstrument</a>, eine Tendenz, die sich in der ursprünglichen Verfügungsgewalt nationaler Regierungen über das gesamte Sendungsspektrum zeigt. Obgleich ein Prozess der Medienderegulierung die Mehrheit westlicher Rundfunkmedien in private Hände gelegt hat, besteht noch eine starke Regierungspräsenz bzw. ein Regierungs<a href="Monopol" title="Monopol">monopol</a> bei den Rundfunkmedien bestimmter Länder der Erde. Auf der anderen Seite führt die <a href="Privatisierung" title="Privatisierung">Privatisierung</a> der Medien im Gegenzug häufig zu einer Konzentration in den Händen weniger <a href="Medienkonzern" class="mw-redirect" title="Medienkonzern">Medienkonzerne</a>, woraus wiederum bestimmte Formen medialer Manipulation erwachsen.
</p><p>1798 verabschiedeten die USA die <a href="Alien_and_Sedition_Acts" title="Alien and Sedition Acts">Alien and Sedition Acts</a>, ein Verbot der Veröffentlichung „falscher, skandalöser oder böswilliger Berichte“ gegen die Regierung, einschließlich jeder öffentlichen Opposition gegen irgendein Gesetz oder einer Handlung des Präsidenten in der Presse (bis 1801 in Kraft).
</p><p>Während des <a href="Sezessionskrieg" title="Sezessionskrieg">Amerikanischen Bürgerkriegs</a> beschuldigte Präsident <a href="Abraham_Lincoln" title="Abraham Lincoln">Abraham Lincoln</a> die Presse der Frontstaaten der Manipulation zugunsten des <a href="Konf%C3%B6derierte_Staaten_von_Amerika" title="Konföderierte Staaten von Amerika">Südens</a> und ordnete das Verbot zahlreicher Zeitungen an.
</p><p>Mit dem vorgetäuschten Überfall angeblicher Polen auf den deutschen <a href="%C3%9Cberfall_auf_den_Sender_Gleiwitz" title="Überfall auf den Sender Gleiwitz">Sender Gleiwitz</a> 1939 wurde propagandistisch der Eintritt Deutschlands in den <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkrieg</a> und der Überfall auf Polen gerechtfertigt.
</p><p><a href="Hitler" class="mw-redirect" title="Hitler">Hitler</a> beschuldigte die Presse der <a href="Marxist" class="mw-redirect" title="Marxist">marxistischen</a> Manipulation und fand Beifall bei <a href="Nationalsozialismus" title="Nationalsozialismus">NS</a>-unterstützenden Medien in England und den USA. Im Zweiten Weltkrieg behaupteten auf deutscher Seite stehende Politiker, die internationalen Medien würden von <a href="Juden" title="Juden">Juden</a> gesteuert. Berichte über eine deutsche Misshandlung der Juden seien manipuliert und entbehrten jeder Grundlage. <a href="Hollywood" title="Hollywood">Hollywood</a> bezeichnete man als Brutstätte jüdischer Manipulation und Filme wie <a href="Charlie_Chaplin" title="Charlie Chaplin">Charlie Chaplins</a> „<a href="Der_gro%C3%9Fe_Diktator" title="Der große Diktator">Der große Diktator</a>“ mussten dafür als Beweis herhalten.
</p><p>Der medial manipulierte <a href="Tonkin-Zwischenfall" title="Tonkin-Zwischenfall">Tonkin-Zwischenfall</a> von 1964 bot der US-Regierung den Vorwand zum Einstieg in den <a href="Vietnamkrieg" title="Vietnamkrieg">Vietnamkrieg</a>. Im Verlauf des Krieges beschuldigte Vizepräsident <a href="Spiro_Agnew" title="Spiro Agnew">Spiro Agnew</a> seinerseits die Presse der antiamerikanischen Manipulation.<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>1968 bot ein medial aufgebauschter Hilferuf von (Zitat der Nachrichtenagentur <a href="ITAR-TASS" class="mw-redirect" title="ITAR-TASS">Tass</a>) „Persönlichkeiten der Partei und des Staates der <a href="Tschechoslowakei" title="Tschechoslowakei">Tschechoslowakischen Sozialistischen Republik</a> an die Sowjetunion“ die propagandistische Rechtfertigung zum Einmarsch von Truppen der <a href="Sowjetunion" title="Sowjetunion">Sowjetunion</a>, <a href="Polen" title="Polen">Polens</a>, <a href="Ungarn" title="Ungarn">Ungarns</a> und <a href="Bulgarien" title="Bulgarien">Bulgariens</a> in die CSSR.<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Kommunistische Partei in der CSSR stand in Wirklichkeit weitgehend hinter der gestürzten Regierung.
</p><p>In den 1980er Jahren beschuldigte die Regierung <a href="S%C3%BCdafrika" title="Südafrika">Südafrikas</a> die Presse der Manipulation gegen die Regierung und leitete Zensurmaßnahmen ein. 1989 erließ die Regierung ein dreimonatiges Verbot der Zeitung New Nation wegen der Veröffentlichung von Anti-<a href="Apartheid" title="Apartheid">Apartheid</a>-Propaganda. Andere Zeitungen – weitgehend zensiert – veröffentlichten die zensierten geschwärzten Abschnitte als solche, um den Umfang der regierungsamtlichen Zensur zu demonstrieren.
</p><p>Manipulationen wirken nachhaltig, wenn sie <a href="Emotion" title="Emotion">emotional</a> bewegen. 1990 bewog die <a href="Brutkastenl%C3%BCge" title="Brutkastenlüge">Brutkastenlüge</a> die US-Amerikaner zur Zustimmung des Einstieges in den <a href="Zweiter_Golfkrieg" title="Zweiter Golfkrieg">Zweiten Golfkrieg</a>. Ergreifende Bilder angeblich in <a href="Kuwait" title="Kuwait">kuwaitisch</a>-<a href="Irak" title="Irak">irakischen</a> Gewässern treibender ölverschmierter Kormorane stellten sich später als Fotos der <a href="Exxon_Valdez" title="Exxon Valdez">Exxon-Valdez</a>-Katastrophe heraus.<sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im November 2005 räumte <a href="George_W._Bush" title="George W. Bush">George W. Bush</a> ein, dass die als Kriegsgrund für den <a href="Irakkrieg#Medien" title="Irakkrieg">Irakkrieg</a> herangezogenen angeblichen Beweise der Existenz von <a href="Massenvernichtungswaffe" title="Massenvernichtungswaffe">Massenvernichtungswaffen</a> jeder Grundlage entbehrten. Dabei vermied er das Wort Manipulation.<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Nicht alle Anklagen über Manipulation sind politisch. Der Autor <a href="Martin_Gardner" title="Martin Gardner">Martin Gardner</a> beschuldigte die Unterhaltungsmedien <a href="Pseudowissenschaft" title="Pseudowissenschaft">pseudowissenschaftlicher</a> Manipulation. Er behauptete, Fernsehsendungen wie <i><a href="Akte_X_%E2%80%93_Die_unheimlichen_F%C3%A4lle_des_FBI" title="Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI">Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI</a></i> förderten den <a href="Aberglaube" title="Aberglaube">Aberglauben</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Horst_V%C3%B6lz" title="Horst Völz">Horst Völz</a>: <i>Information und Medienwissenschaft.</i> Shaker Verlag, Düren 2020, ISBN 978-3-8440-7641-7.</li>
<li><a href="Uwe_Kr%C3%BCger" title="Uwe Krüger">Uwe Krüger</a>: <i>Meinungsmacht. Der Einfluss von Eliten auf Leitmedien und Alpha-Journalisten – eine kritische Netzwerkanalyse</i>. Herbert von Halem Verlag (Reihe des Instituts für Praktische Journalismus- und Kommunikationsforschung), Köln 2013, ISBN 978-3-86962-070-1.</li>
<li>Rainer Strzolka: <i>Das Internet als Weltbibliothek. Suchmaschinen und ihre Bedeutung für den Wissenserwerb – ein Beitrag zur Zensurdiskussion.</i> Simon-Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-940862-00-6.</li>
<li>Tabea Jerrentrup: <i>MedienMacht. Medienwirkungen bezogen auf Wahrnehmung, Gesellschaft, Kommunikation und Individuum.</i> Berlin 2005, ISBN 3-86553-135-0.</li>
<li>Thymian Bussemer: <i>Propaganda. Konzepte und Theorien.</i> Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2005, ISBN 3-8100-4201-3.</li>
<li><a href="Peter_Forster_(Journalist)" title="Peter Forster (Journalist)">Peter Forster</a>: <i>Die verkaufte Wahrheit – Wie uns Medien und Mächtige in die Irre führen.</i> Verlag Huber, Frauenfeld 2005, ISBN 3-7193-1338-7.</li>
<li>Bernard Goldberg: <i>Arrogance. Rescuing America From the Media Elite.</i> Warner Books, New York 2003, ISBN 0-446-53191-X.</li>
<li>Noam Chomsky: <i>Media Control. Von Macht und Medien.</i> Europa-Verlag, 2003, ISBN 3-203-76015-0.</li>
<li>J. Eldridge: <i>Der Beitrag der Glasgow Media Group zur Studie des Fernseh- und Printjournalismus.</i> In: <i>Journalism Studies.</i> 2000, 1 (1), S. 113–127.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<ul><li>Erich Dworak: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.mediamanual.at/mediamanual/themen/pdf/diverse/15dworak.pdf"><i>Manipulation mit oder durch die Medien</i> (PDF; 314 kB)</a></li>
<li><a href="Michael_Konken" title="Michael Konken">Michael Konken</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bpb.de/apuz/28622/medienmacht-und-medienmissbrauch?p=all"><i>Medienmacht und Medienmissbrauch</i></a>, <a href="Bundeszentrale_f%C3%BCr_politische_Bildung" title="Bundeszentrale für politische Bildung">Bundeszentrale für politische Bildung</a>, 12. Dezember 2005</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.comdays.ch/pdf/panel_politagenda.pdf"><i>Dokumentation einer Podiumsdiskussion zum Thema Medien und Manipulation</i></a> (PDF; 428 kB)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.medialens.org/"><i>MediaLens</i> – britische Medienanalyse</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.sourcewatch.org/"><i>SourceWatch</i></a>: Personen, Think tanks, PR-Firmen, Foundations, mit Hauptaugenmerk US-Regierungspolitik.</li>
<li>Karl-Ludolf Hübener: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/dasfeature/878690/"><i>Mediale Kreuzzüge - Lateinamerikas Medienkonzerne</i></a>, Radiofeature, <a href="Deutschlandradio" title="Deutschlandradio">Deutschlandradio</a>,17. März 2009</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.presserat.ch/positions.htm"><i>Stellungnahmen des Schweizer Presserates zu Fällen tendenziöser Berichterstattung</i></a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.tagesspiegel.de/medien/ukraine-konflikt-ard-kritisiert-ard/10720438.html"><i>Beispiel-Stellungnahme des deutschen Programmbeirates der ARD zur umstrittenen Ukraine-Berichterstattung</i></a>, Tagesspiegel September 2014</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Quellen">Quellen</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Manfred Steffens: <i>Das Geschäft mit der Nachricht.</i> München 1971, S. 9 ff.</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Niklas Luhmann: <i>Veränderungen im System gesellschaftlicher Kommunikation und die Massenmedien.</i> In: Oskar Schatz (Hrsg.): <i>Die elektronische Revolution.</i> Graz 1975, S. 21.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Winfried Schulz: <i>Die Konstruktion von Realität in den Nachrichtenmedien.</i> München 1976, ISBN 3-495-47331-9, Seite 27</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Günter Wallraff: <i>Der Aufmacher.</i> Köln 1977, ISBN 3-462-01257-6, S. 9.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
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</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20040508080652/http://www.netzeitung.de/medien/282375.html">Netzeitung: <i>Aldi boykottiert «Süddeutsche Zeitung»</i></a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 8. Mai 2004 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>), 18. April 2004.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Frontal21: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20140902091004/http://www.mwm-vermittlung.de/Gekaufte_Beitr%8Age_ZDF.pdf"><i>Gekaufte Beiträge – PR als Information gesendet</i></a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 2. September 2014 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>), Sendung vom 17. Juli 2007.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20130324035652/http://www.daserste.de/service/kontakt-und-service/ard-programmbeirat/wir-ueber-uns/ard-programmbeirat-was-ist-der-programmbeirat100.html">Was ist der ARD-Programmbeirat?</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 24. März 2013 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>)</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite">Malte Daniljuk: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.heise.de/tp/features/Ukraine-Konflikt-ARD-Programmbeirat-bestaetigt-Publikumskritik-3367400.html"><i>Ukraine-Konflikt: ARD-Programmbeirat bestätigt Publikumskritik.</i></a> In: <i>Telepolis.</i> heise.de, 18. September 2014,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 19. September 2014</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AMedienmanipulation&rft.title=Ukraine-Konflikt%3A+ARD-Programmbeirat+best%C3%A4tigt+Publikumskritik&rft.description=Ukraine-Konflikt%3A+ARD-Programmbeirat+best%C3%A4tigt+Publikumskritik&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.heise.de%2Ftp%2Ffeatures%2FUkraine-Konflikt-ARD-Programmbeirat-bestaetigt-Publikumskritik-3367400.html&rft.creator=Malte+Daniljuk&rft.publisher=heise.de&rft.date=2014-09-18"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite">Joachim Huber: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.tagesspiegel.de/medien/ukraine-konflikt-ard-kritisiert-ard/10720438.html"><i>ARD kritisiert ARD.</i></a> tagesspiegel.de, 18. September 2014,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 19. September 2014</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AMedienmanipulation&rft.title=ARD+kritisiert+ARD&rft.description=ARD+kritisiert+ARD&rft.identifier=http%3A%2F%2Fwww.tagesspiegel.de%2Fmedien%2Fukraine-konflikt-ard-kritisiert-ard%2F10720438.html&rft.creator=Joachim+Huber&rft.publisher=tagesspiegel.de&rft.date=2014-09-18"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://laws.justice.gc.ca/eng/acts/B-9.01/"><i>Broadcasting Act, 1991.</i></a> In: <i>Canadian Radio-television and Telecommunications Commission.</i><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 8. September 2009</span> (englisch).</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AMedienmanipulation&rft.title=Broadcasting+Act%2C+1991&rft.description=Broadcasting+Act%2C+1991&rft.identifier=https%3A%2F%2Flaws.justice.gc.ca%2Feng%2Facts%2FB-9.01%2F&rft.language=englisch"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">vgl. <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.bpb.de/publikationen/WJA3NK,1,0,Gesellschaftliche_Folgen_der_Medienkonzentration.html#art1">Gesellschaftliche Folgen der Medienkonzentration</a> – (Publikation der <a href="Bundeszentrale_f%C3%BCr_politische_Bildung" title="Bundeszentrale für politische Bildung">Bundeszentrale für politische Bildung</a> von 2004)</span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite">Oliver Müser: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20160401213507/http://www.zenithonline.de/deutsch/politik/a/artikel/dschihad-wahlkampf-oder-geopolitik-003697/"><i>USA-Russland-Konflikt: Hoheitskampf um die Meinung anderer.</i></a> Stimme Russlands, 20. Juni 2013, archiviert vom <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r250917974">
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</style><span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fwww.zenithonline.de%2Fdeutsch%2Fpolitik%2Fa%2Fartikel%2Fdschihad-wahlkampf-oder-geopolitik-003697%2F">Original</a></span> am <span style="white-space:nowrap;">1. April 2016</span><span>;</span><span class="Abrufdatum"> abgerufen am 1. April 2016</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AMedienmanipulation&rft.title=USA-Russland-Konflikt%3A+Hoheitskampf+um+die+Meinung+anderer&rft.description=USA-Russland-Konflikt%3A+Hoheitskampf+um+die+Meinung+anderer&rft.identifier=https%3A%2F%2Fweb.archive.org%2Fweb%2F20160401213507%2Fhttp%3A%2F%2Fwww.zenithonline.de%2Fdeutsch%2Fpolitik%2Fa%2Fartikel%2Fdschihad-wahlkampf-oder-geopolitik-003697%2F&rft.creator=Oliver+M%C3%BCser&rft.publisher=Stimme+Russlands&rft.date=2013-06-20&rft.source=http://www.zenithonline.de/deutsch/politik/a/artikel/dschihad-wahlkampf-oder-geopolitik-003697/"> </span></span>
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<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text">Pressekonferenz der Reichsregierung, zitiert nach <a href="Fritz_S%C3%A4nger" title="Fritz Sänger">Fritz Sänger</a>: <i>Politik der Täuschungen.</i> Wien, 1975, ISBN 3-203-50542-8, S. 323.</span>
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<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text">Überblicksartikel: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.der-ueberblick.de/ueberblick.archiv/ueberblick.leseproben/one.ueberblick.article/ueberblick5697.html?entry=page.200304.leit"><i>Neue Weltinformationsordnung</i></a>, von Renate Wilke-Launer, in: Zeitschrift für ökumenische Begegnung und internationale Zusammenarbeit.</span>
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<li id="cite_note-lateinmedien-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-lateinmedien_15-0">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/dasfeature/878690/">Deutschlandradio Feature: <i>Mediale Kreuzzüge</i>, 17. März 2009</a></span>
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<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20160310165406/http://www.huffingtonpost.com/2009/02/06/ap-ceo-bush-turned-milita_n_164812.html">Huffington Post: AP CEO: Bush Turned Military Into Propaganda Machine</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 10. März 2016 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>), 6. Februar 2009.</span>
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<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text">Uwe Krüger: <i>Meinungsmacht. Der Einfluss von Eliten auf Leitmedien und AlphaJournalisten – eine kritische Netzwerkanalyse</i>. Köln 2013.</span>
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<li id="cite_note-19"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-19">↑</a></span> <span class="reference-text">Klappentext der Buchausgabe.</span>
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<li id="cite_note-22"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-22">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.heise.de/tp/features/Leitartikler-und-Machteliten-3365501.html">Leitartikler und Machteliten</a>, auf heise.de</span>
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